Pedelec-Unfälle auf hohem Niveau
(66 x gelesen)Pedelec-Unfälle auf hohem Niveau
Ob auf dem Arbeitsweg, in der Freizeit oder als sportliches Fortbewegungsmittel – Pedelecs sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Doch mit der steigenden Zahl an Nutzern nehmen auch die Unfälle drastisch zu. Waren es 2014 noch rund 2.200 registrierte Unfälle mit Personenschaden, sind es inzwischen fast 24.000 pro Jahr – mehr als eine Verzehnfachung binnen weniger Jahre.
Pedelec vs. E-Bike
• Pedelecs: Pedelecs unterstützen den Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Sie gelten rechtlich als Fahrrad, können ohne Führerschein gefahren werden und werden in Unfallstatistiken separat erfasst.
• E-Bikes: Fahrzeuge, die den Fahrer auch über 25 km/h unterstützen, werden als Kleinkrafträder klassifiziert. Sie unterliegen strengeren Regelungen und sind häufig in den Unfallstatistiken nicht mehr enthalten.
Zur Einordnung: Etwa 90 Prozent des Marktes für Elektroräder machen Pedelecs aus. Der Begriff "E-Bike" wird im Alltag oft fälschlicherweise als Oberbegriff für alle elektrisch unterstützten Fahrräder verwendet, obwohl damit meist Pedelecs gemeint sind.
Höheres Tempo, schwerere Folgen
Pedelec-Fahrer sind oft schneller unterwegs als klassische Radfahrer, und genau das wird ihnen zum Verhängnis. Wer mit 25 km/h auf ein Hindernis prallt, erlebt eine ganz andere Aufprallenergie als bei gemäßigten 15 km/h.
Pedelec-Unfälle enden häufiger tödlich als bei Rädern ohne Hilfsmotor
Den nachfolgenden Artikel habe ich bei Pfefferminzia, dem Multimedium für Versicherungsprofis aus Hamburg, entdeckt - veröffentlicht am 07.07.2022 von Lorenz Klein. Ich bedanke mich bei Pfefferminzia den Beitrag inhaltlich verwenden zu dürfen.
In Deutschland kommt es zu immer mehr Unfällen mit Pedelecs, umgangssprachlich häufig auch als E-Bike bezeichnet. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden meldete, ist die Zahl der Pedelec-Unfälle mit Personenschaden seit 2014 stark gestiegen – von anfänglich 2.245 auf 17.285 im Jahr 2021. Eine ähnliche Entwicklung findet sich auch bei den getöteten Fahrern: 2021 kamen 131 Menschen auf einem Pedelec ums Leben, 2014 waren es noch 39 Frauen, Männer und Kinder.
Zugleich zeigt sich, dass Pedelec-Unfälle tendenziell schwerwiegendere Folgen haben als es bei verunglückten Radlern, die ohne Hilfsmotor unterwegs sind, der Fall ist. Ein Grund hierfür ist laut der Experten, dass Pedelecs vor allem bei älteren Menschen beliebt sind – wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass ein Sturz für den Betroffenen gravierender, mitunter auch tödlich, endet.
Unfallopfer zunehmend jünger
Konkret besagen die Unfallzahlen, dass von den 131 tödlich verunglückten E-Radlerinnen und -Radlern fast 70 Prozent älter als 65 Jahre waren. Doch angesicht