23 January 2026

Aktien erwirtschaften langfristig attraktive Renditen

Eine Langzeitstudie der Privatbank Pictet mit Hauptsitz in Genf belegt, dass Schweizer Aktien in einem Zeitraum von 1926 bis 2024 eine Rendite von 7,7 p.a. abgeworfen haben. Damit entstand aus einer Investition von hundert Franken seit Beginn des Betrachtungszeitraumes eine Summe von 148.000 Franken. Nach Abzug der offiziellen Inflationsrate resultierte immerhin noch eine mittlere Jahresrendite in Höhe von 5,8 %.


Deutsche Aktien liegen im Durchschnitt bei 8,5 %

Bezüglich des einheimischen Marktes kommt eine Analyse der Deutschen Bank zu einem sehr ähnlichen Ergebnis; in den vergangenen hundert Jahren lag die durchschnittliche Rendite bei 8,5 % p.a., korrigiert um die offizielle Inflation verblieb immerhin eine jährliche Rendite von

6,1 % - was zu einer Verdoppelung des investierten Vermögens nach knapp zwölf Jahren führt.


Ergebnisse dieser Art gelten weltweit, wie die Daten der Deutschen Bank zeigen, die teilweise zweihundert Jahre zurückreichen. In Dollar gerechnet lag die mittlere globale inflationsbereinigte Rendite für Aktien im Jahr bei 4,9 %, ein Portfolio bestehend aus 60 % Aktien und 40 % Anleihen warf in Durchschnitt 4,2 % ab, langfristige Staatsanleihen 2,6 %, kurzfristige Staatsanleihen 1,9 %, Gold 0,4 % und Bargeld -2 %.


Eingehen von Risiken lohnt sich

Die Autoren der Studio folgern: "Die Geschichte zeigt, dass Anleger für das Eingehen von Risiken und die Reinvestition der Dividenden und Coupons von Aktien und Anleihen stets belohnt wurden". Es liegt in der Natur der Sache, dass die Börse in Realität nicht linear steigt. Da Aktien aus dem Bereich künstliche Intelligenz (KI) unaufhaltsam nach oben zu streben scheinen, müssen Anleger gerade heute im Hinterkopf behalten, dass auf gute Phasen magere folgen und zwischendurch kommt es zu brutalen Börsengewittern.


So verlor der Weltaktienindex von MSCI, der rund 2500 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern umfasst, in der Finanzkrise 2008 von seinem Höchststand rund 60 % an Wert. Während der Corona-Pandemie brach er vorübergehend um ein Drittel ein und auch auf den Zollschock im April folgte ein Rückschlag. Wichtig ist bei derartigen Anlagen ein langfristiger Horizont. Wie formulierte es die Börsenlegende André Kostolany einst so treffend: "Börsengewinne sind Schmerzensgelder. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld".


In solch einer Situation verlieren leider viele Investoren die Nerven, verkaufen alle Werte und wenden sich dann von der Börse ab. Mit dieser Vorgehensweise ist die Chance auf langfristige Kapitalgewinne allerdings verspielt. Denn nach seinem Jahrestiefst am 08. April ist der MSCI bereits wieder um 34,5 % gestiegen und seit Jahresbeginn resultiert ein Zuwachs von rund 18,5 %,

in Dollar gerechnet.


Sparplan erhöht die Chancen

Das schlechte Timing ist auch der Grund, weshalb viele Anleger in der Regel schwächer abschneiden als die breiten Börsenindizes. Sie laufen Trends hinterher, reagieren emotional, dabei zeigt die Historie, dass es sich lohnt an der einmal definierten Anlagestrategie dran zu bleiben. Natürlich muss in regelmäßigen Abständen geprüft werden, ob diese noch zu Zeit und Markt passt. Festzuhalten ist, der breite Aktienmarkt macht einen vorübergehenden Verlust über eine längere Dauer stets wett. „Seit 1926 hat niemand, der mindestens vierzehn Jahre lang in Schweizer Aktien investiert hat, einen Verlust seiner ursprünglichen Investition hinnehmen müssen“, schreiben dazu die Analysten von Pictet.

Ein monatlicher Sparplan hilft ungünstiges Timing zu vermeiden und Empfindungen im Zaum zu halten.



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