Beitragsfreie Mitversicherung abschaffen? Löst das Problem nicht
Den nachfolgenden Artikel habe ich bei Pfefferminzia, dem Multimedium für Versicherungsprofis aus Hamburg, entdeckt – veröffentlicht am 24.03.2026 von Karen Schmidt. Ich bedanke mich bei Pfefferminzia den Beitrag inhaltlich verwenden zu dürfen.
Die Bundesregierung erwägt, die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern in der gesetzlichen Krankenversicherung abzuschaffen. Künftig könnten monatlich 225 Euro fällig werden. IW-Experte Jochen Pimpertz sieht darin zwar einen Anreiz für mehr Erwerbstätigkeit, warnt aber: Das Grundproblem steigender Gesundheitskosten bliebe ungelöst.
Beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern im Erwerbsalter abschaffen
Um die Krankenkassen-Finanzen zu verbessern, plant die Bundesregierung einem „Handelsblatt“-Bericht zufolge, die beitragsfreie Mitversicherung von Familienmitgliedern im Erwerbsalter abzuschaffen. Heißt: Wer als Ehepartner bislang kostenlos mitversichert ist, soll künftig 225 Euro im Monat zahlen. 200 Euro für die Kranken- und 25 Euro für die Pflegeversicherung. Nicht zahlen müssten unbeschäftigte Ehepartner, die Kinder unter sechs Jahren oder pflegebedürftige Angehörige betreuen.
Arbeitsmarktpolitisch sinnvoll,…
Jochen Pimpertz, Leiter Themencluster Staat, Steuern und Soziale Sicherung beim Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), ordnet das Vorhaben ein. „Arbeitsmarktpolitisch ist das sinnvoll“, schreibt er. „Denn von der bisherigen Regelung profitieren vor allem klassische Ein-Verdiener-Ehen. Für den zweiten Partner lohnt sich der Einstieg in den Job oft nicht, wenn er von seinem Lohn auch eigene Krankenkassenbeiträge zahlen muss.“
Die Neuregelung könnte daher einen Anreiz setzen, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen, glaubt Pimpertz. Das wäre angesichts der demografischen Entwicklung ein guter Schritt für den Arbeitsmarkt. „Voraussetzung ist allerdings, dass die Betreuung der Kinder gesichert ist, auch am Nachmittag. Insbesondere für Familien mit schulpflichtigen Kindern können zusätzliche Ausgaben entstehen, wenn mangelnde Betreuungsmöglichkeiten den Jobeinstieg verhindern“, wirft der Experte ein.
…ABER
Dann kommt das wesentliche „Aber“: „Auf Dauer kann die Reform weder die Kranken- noch die Pflegeversicherung retten. Zwar bringen zusätzliche Beiträge den Kassen zunächst Mehreinnahmen. Doch das Finanzierungsproblem der Kassen liegt nicht auf der Einnahmenseite“, so Pimpertz. Vielmehr seien die Ausgaben der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung das Problem, weil sie seit Jahren deutlich stärker als die Einnahmen aus sozialversicherungspflichtigen Einkommen steigen.
Lediglich etwas Zeit gewinnen
„Mit der Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung kann die Bundesregierung lediglich etwas Zeit gewinnen, um das Ausgabenproblem zu lösen. Denn letztlich führt kein Weg daran vorbei, das Ausgabenwachstum zu bremsen, um eine nachhaltige Finanzierung zu sichern“, so Pimpertz‘ Fazit.
Quelle: https://www.pfefferminzia.de/gesundheit/beitragsfreie-mitversicherung-abschaffen-loest-das-problem-nicht-meint-experte/
In eigener Sache
Aus meiner täglichen Arbeit mit Kunden weiß ich, dass Frustration und Angst vieler Bürger immer mehr steigen. Vom Lohn bleibt immer weniger übrig, da sich zahllose Ausgaben erhöhen. Um auf den Vorstoß zur Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung zurückzukommen – warum erhalten Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen, die sich zum großen Teil illegal in Deutschland aufhalten, Leistungen aus dem Sozialsystem, in das sie nie eingezahlt haben und auch nie einzahlen werden? Auf der anderen Seite werden die Leistungen des Beitragszahlers, der dieses System im Laufen hält, immer mehr gekürzt.