13 July 2026

Elementarschäden 2025

Naturgefahren bergen ein beträchtliches Gefahrenpotential für Immobilieneigentümer. Aktuelle Daten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) veranschaulichen in welchen Bundesländern im Jahr 2025 die meisten Elementarschäden gemeldet wurden.


Geringere Schäden, aber das Risiko bleibt hoch

Nach den schweren Überschwemmungen 2024 in Süddeutschland fiel 2025 die Bilanz der versicherten Elementarschäden spürbar milder aus. Laut GDV summierten sich diese auf rund

€ 400 Millionen bei etwa 80.000 gemeldeter Fälle. Größere Flutereignisse blieben im vergangenen Jahr weitgehend aus, dennoch sind die finanziellen Belastungen für die betroffenen Haushalte erheblich. So lag die durchschnittliche Schadenshöhe bei rund € 4.700 und damit wesentlich über den klassischen Hagel- und Sturmschäden mit ca. € 2.100. Die Daten zeigen, dass auch in Jahren mit vergleichsweise wenig Schäden Elementargefahren ein relevantes Thema bleiben.


Bundesländer mit den meisten Schäden

Überaus häufig traten im Jahr 2025 versicherte Elementarschäden in den neuen Bundesländern auf. Spitzenreiter war Sachen mit 9,6 Schäden pro 1.000 Verträgen, es folgen Thüringen mit 5 Schäden sowie Brandenburg mit 4,1 Schäden. Auch Bayern (4) und Nordrhein-Westfalen (3,7) zählen zu den Bundesländern mit erhöhtem Aufkommen. Die Zahlen zeigen nur die Vielzahl und nicht das individuelle Risiko vor Ort.


Viele Immobilien ohne ausreichenden Versicherungsschutz

Während Sturm- und Hagelschäden in der Wohngebäudeversicherung meist automatisch abgesichert sind, gilt das für Elementargefahren, wie etwa Starkregen und Überflutung, nicht. Hierfür ist ein zusätzlicher Elementarschutz erforderlich. Dennoch beinhalteten 2025 erst rund 59 Prozent der Wohngebäude in Deutschland einen entsprechenden Einschluss. Viele Immobilien sind damit weiterhin ohne ausreichenden Versichertenschutz.