Eine Studie der Versicherungsgruppe „Die Bayerische“ zeigt auf, dass zahlreiche Eigentümer ihre Immobilie nicht ausreichend absichern. Für diese Untersuchung ließ die Gesellschaft eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe von 1.000 Personen durch das Marktforschungsinstitut Kantar Profiles erheben. Demnach mangelt es nicht an Policen, sondern an proaktiver Risikovorsorge.
Baustein Elementarschäden
Sowohl die Wohngebäude- als auch die Hausratversicherung beinhalten optional den Baustein Absicherung gegen Elementarschäden. Im Einzelnen sind dies Schäden durch Überschwemmungen (egal ob durch Starkregen, stehende oder fließende Gewässer), sowie durch Lawinen, Erdrutsch, Erdsenkungen, Schneedruck, Erdbeben und Vulkanausbruch.
41 Prozent geraten in finanzielle Not
82 Prozent der Befragten sehen sich vorerst gut informiert, während gleichzeitig fast jeder Zweite keinen Elementarschutz besitzt, obwohl Extremwetterereignisse längst zum Alltag gehören. 41 Prozent geraten bereits bei Schäden unter € 10.000 in finanzielle Not. Somit ist die Mehrheit bei durchschnittlichen Elementarschäden von über € 17.000 unvorbereitet. Parallel dazu fehlen häufig die nötigen Liquiditätsreserven, bei einem Rücklagen-Mittelwert von rund € 15.300. Somit bringen bereits moderate Schäden viele Haushalte an ihre Belastungsgrenze. Zusätzliche Unterbringungskosten im Schadenfall, wie etwa Hotel- oder Mietausgaben, übersteigen langfristig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der meisten Eigentümer.
Sicherheitsgefühl trügt
Starkregen, Schimmel, Rückstau oder Leitungswasserschäden werden von weiten Teilen der Bevölkerung nur als Nischenthemen wahrgenommen. Laut `Die Bayerische´ gehören sie in der Realität aber zu den kostenintensivsten Schadenereignissen. Nur ein Viertel der Befragten stuft diese Risiken als relevant ein - das Sicherheitsgefühl trügt.
Vorsorge auf die lange Bank geschoben
Gut jeder dritte Umfrageteilnehmer schiebt notwendige Arbeiten aus Kostengründen auf die lange Bank. Diese Maßnahmen dienen jedoch dem Objektschutz und der Schadensvorsorge. Der Effekt ist also doppelt negativ, da mit steigender Schadenanfälligkeit gleichzeitig der Immobilienwert sinkt. "Wir sehen ein strukturelles Vorsorgeversagen. Wer Risiken nicht erkennt und Prävention aufschiebt, zahlt später doppelt. Diese vermeidbaren Kosten können nur wenige Versicherte stemmen", erläutert Die Bayerische Vorstand Martin Gräfer.