Unterstützung bei der Beantragung der BU-Leistung
Dieser Artikel stammt aus der Vertriebsinfo „JUR-Life 04/26“ des Rechtsschutzversicherers „KS/Auxillia“. Ich bedanke mich bei der Gesellschaft den Beitrag inhaltlich verwenden zu dürfen
Fällt die eigene Arbeitskraft plötzlich weg, hat das gravierende finanzielle Folgen. Um sich abzusichern, entscheiden sich viele Menschen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Vor allem bei der Beantragung der Leistung aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung, einer privaten Erwerbsunfähigkeits- bzw. Grundfähigkeitsversicherung kommt es auf Details an. Medizinische Nachweise und formale Anforderungen spielen eine entscheidende Rolle. Unvollständige Unterlagen, unklare Formulierungen oder fehlende Nachweise können zu Verzögerungen oder sogar zur Ablehnung führen. Wer hier einen Fehler macht, sieht sich später oft einem unerwarteten Rechtsstreit ausgesetzt.
Beantragung ist anspruchsvoll
Doch gerade in der ohnehin emotional belastenden Situation ist die Beantragung von Leistungen anspruchsvoll. Eine serviceorientierte Rechtsschutzversicherung begleitet Versicherte bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche – noch bevor es zu einem Rechtsstreit kommt. Wie maßgeblich die Unterstützung einer leistungsstarken Rechtsschutzversicherung im Einzelfall sein kann, zeigt der folgende Fall:
Frau J., arbeitete jahrelang als Angestellte in einem Supermarkt überwiegend an der Kasse – ein Arbeitsplatz, der nach außen oft unterschätzt wird. Doch der Beruf ist geprägt von dauerhaftem Zeitdruck, Kundenkontakt und Reizüberflutung. Letztes Jahr wurde bei ihr nach einer belastenden Beziehung eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) diagnostiziert.
Posttraumatische Belastungsstörung
Anfangs versuchte Frau J. trotz der Diagnose ihrem Arbeitsalltag gerecht zu werden. Doch mit fortschreitender Dauer ihrer Erkrankung wurde sie zunehmend mit Herausforderungen konfrontiert. Während der Arbeit litt sie andauernd unter Konzentrationsprobleme sowie unter Stress- und Überforderungsreaktionen in den engen sozialen Situationen mit Kunden. Die fehlende Rückzugsmöglichkeit tat ihr übriges. Schließlich wurde deutlich, dass Frau J. ihre berufliche Tätigkeit nicht mehr zuverlässig ausüben konnte.
Mit der wachsenden Erkenntnis, dass eine Rückkehr in den Arbeitsalltag nicht realistisch war, stellte sich zwangsläufig die Frage nach der Absicherung. Die Leistungen aus ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung zu beantragen lag nahe. Jedoch war sich Frau J. unsicher, wie sie ihren Anspruch vollständig und korrekt durchsetzen kann. Sie hatte in ihrem näheren Umfeld schon von einem gescheiterten Antrag gehört und befürchtete, ebenfalls abgewiesen zu werden.
Angst Antrag falsch auszufüllen
Über Wochen hinweg sammelte Frau J. Arztberichte und Befunde. Dennoch stellte sie sich immer wieder die Frage, ob die Unterlagen ausreichen würden oder ob wichtige Nachweise fehlen. Zudem hatte sie Angst, den Antrag falsch auszufüllen. Dieser zusätzliche Stress wirkte sich zusätzlich negativ auf ihre Erkrankung aus und erschwerte Frau J. die Auseinandersetzung mit der Thematik.
Glücklicherweise hat Frau J. bei der AUXILIA schon seit längerem eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen. In Anbetracht ihrer belastenden Situation telefoniert sie mit dem Rechts-Service der AUXILIA und schildert ihren Sachverhalt. Die AUXILIA leitet Frau J. umgehend an einen auf die Stellung von BU-Anträge spezialisierten Dienstleister weiter.
Spezialisierter Dienstleister
Der Dienstleister arbeitete gemeinsam mit Frau J. ihre Situation strukturiert auf. Vor allem bei psychischen Erkrankungen kann die Beurteilung einer Berufsunfähigkeit besonders anspruchsvoll sein. Anders als bei körperlichen Leiden fehlen oft eindeutig messbare Befunde, sodass die Auswirkung auf den Arbeitsalltag umso präziser dargestellt werden muss.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Diagnose, sondern vor allem die konkrete Auswirkung der Erkrankung auf ihre Tätigkeit an der Kasse. Die vorhandenen ärztlichen Unterlagen wurden gezielt geordnet und ergänzt, sodass klar erkennbar wurde, welche beruflichen Anforderungen Frau J. dauerhaft nicht mehr erfüllen konnte. Aus einzelnen Symptomen entstand so ein nachvollziehbares und in sich stimmiges Gesamtbild.
Auch bei der Formulierung ihrer eigenen Angaben erhielt Frau J. gezielte Unterstützung. Viele Betroffene neigen dazu, ihre Einschränkungen zu relativieren oder ihr Berufsbild zu vereinfacht darzustellen. Durch strukturierte Rückfragen und eine präzise Ausarbeitung wurde sichergestellt, dass ihre tatsächliche Belastung realistisch und konsistent beschrieben wurde. Darüber hinaus wurde sie auf mögliche Rückfragen der BU-Versicherung und auf eventuelle Begutachtungen vorbereitet.
Berufsunfähigkeitsleistung anerkannt
Auf diese Weise konnte Frau J. ihren Antrag fundiert und überzeugend einreichen – mit Erfolg: Die Berufsunfähigkeitsleistung wurde anerkannt. Nach einer langen Phase der Unsicherheit bedeutete dies für sie eine spürbare mentale und finanzielle Entlastung.
Frau J. konnte vermutlich ein langwieriges gerichtliches Verfahren vermeiden. Insbesondere aufwendige Gutachten durch Sachverständige und das damit verbundene Kostenrisiko blieben Frau J. erspart: Ein Rechtsstreit kann in einem BU-Fall schnell einen Streitwert von 120.000,- € erreichen, was Anwaltskosten von ca. 16.500,- € nach sich zieht.
Die Unterstützung durch den Spezialisten hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass ihr Anliegen überzeugend dargestellt werden konnte. Für Frau J. entstanden für die Unterstützung bei der erfolgreichen Antragserstellung keine weiteren Kosten.
Fazit
Dieser Fall zeigt, wie wichtig eine Rechtsschutzversicherung ist, vor allem wenn eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wurde. Neben der „KS/Auxillia“ bieten auch andere Versicherungsgesellschaften Leistungen dieser Art an.